Lankwitz

Moderner Stadtteil auf altem Boden

Lankwitz ist einer der ältesten Berliner Kieze. Mittlerweile ist hier ein attraktives Wohnquartier im Süden entstanden

Der Kranoldplatz am S-Bahnhof Lichterfelde Ost

Lankwitz ist wahrscheinlich der älteste Teil Berlins. Schon 1239 wurde ein Dorf dieses Namens erstmals urkundlich erwähnt – so früh wie kein anderer Ort im heutigen Stadtgebiet. Doch von der historischen Bausubstanz blieb am Ende des Zweiten Weltkriegs nur noch wenig erhalten.

Wohnviertel in Berlin-Lankwitz

In der Nacht vom 23. auf den 24. August 1943 – bekannt geworden als Lankwitzer Bombennacht – wurden neben dem Rathaus und der Dorfkirche auch die Villa Louise, das alte Schulhaus, das Schloss und viele andere Gebäude zerstört. Am Ende der Luftangriffe waren rund 85 Prozent der Lankwitzer Gebäude schwer beschädigt oder in ihrer Substanz vernichtet. Die Baulücken wurden binnen weniger Jahre geschlossen, und so verwundert es nicht, dass heute der Großteil der Lankwitzer Bauten aus der unmittelbaren Nachkriegszeit stammt.

In dem Viertel südlich von Steglitz und östlich von Lichterfelde fielen jedoch längst nicht alle Gebäude den Bomben zum Opfer. Zwar wurde auch die Dreifaltigkeitskirche im heutigen Zentrum des Stadtteils beschädigt. Doch der Bau aus dem frühen 20. Jahrhundert konnte im Verlauf von zehn Jahren wieder ausgebaut werden. Unweit des auch als Lankwitz-Kirche bezeichneten Backsteinbaus liegt das geografische Zentrum des Ortsteils im Gemeindepark Lankwitz.

Grün im Zentrum und in den Wohnquartieren

Mit seiner ausgedehnten Begrünung, den Kinderspielplätzen, einem Tiergehege und einem Minigolfplatz steht der zentrale Park sinnbildlich für den Charakter des Quartiers. Darüber hinaus verfügt die zehn Hektar große Parkanlage über einen Trimm-dich-Pfad und diverse Sportanlagen. Am Rande der Anlage befindet sich die Seniorenfreizeitstätte „Clubhaus Lankwitz“. Ein 13 Meter hoher Hügel lädt im Winter zum Rodeln ein.

Weniger von den Luftangriffen betroffen waren die Wohnviertel im Süden des Stadtteils. Hier sind über die Jahrzehnte weitläufige Einfamilienhaussiedlungen entstanden. Los ging es bereits in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts, als nordwestlich des Bahnhofs, im Rosenthalschen Viertel, die ersten Villen entstanden. Heute wird die Gegend wegen der dort vorherrschenden Straßennamen Komponistenviertel genannt. Eher einfachere Häuser entstanden im Zietenmannschen Viertel, deshalb auch als Klamottenviertel bezeichnet.

Lankwitz hat heute 42.000 Einwohner und ist Universitätsstandort. Auf dem Campus der Freien Universität in der Malteserstraße befinden sich das Institut für Geographie, das Institut für Geologie und das Interdisziplinäre Zentrum Ökosystemdynamik in Zentralasien.

Die Geschichte der Energieversorgung

Über die energetische Zukunft des Kiezes und der gesamten Stadt können sich Lankwitzer und auswärtige Besucher im Energie-Museum informieren. Im ehemaligen Kraftwerk Steglitz, dem größten jemals in Deutschland betriebenen Batterie-Speicherkraftwerk, finden sich auf über 1.800 Quadratmetern Ausstellungsfläche historische Geräte zur Energieerzeugung und -anwendung. Vor allem den Bereichen Kraftwerkstechnik, Stromnetze, öffentliche Beleuchtung, Arbeitssicherheit und Kommunikationstechnologie widmet sich die Dauerausstellung. Besucher können sich fachkundig führen lassen oder mithilfe des Ausstellungsleitfadens selbst auf Erkundungstour gehen. Der Eintritt sowie die Führungen sind frei, allerdings ist ein Besuch nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich, denn das Museum wird ehrenamtlich betrieben.

Rund 42.000 Menschen leben heute in Lankwitz.


Lorenzstraße 15

Steglitz

Lorenzstraße 15

Zimmer
2
Größe
56,73 m2
Preis
170.190,00 €
Mtl. Rate
263,45 €
Zum Exposé
Lorenzstraße 15

Steglitz

Lorenzstraße 15

Zimmer
3
Größe
84,71 m2
Preis
292.249,50 €
Mtl. Rate
452,40 €
Zum Exposé