Mahlsdorf

Das Dorf in der Stadt

Inmitten des Landschaftsgebietes Wuhletal liegt Mahlsdorf. Hier gibt es grüne Wiesen und blaue Seen – und garantiert keine Hochhäuser

Das Gründerzeitmuseum wurde 1960 eröffnet und bietet Europas größte zusammenhängende Sammlung von Relikten aus dieser Epoche.

Als Mahldorf im Zuge der Gebietsreform 1920 nach Groß-Berlin eingemeindet wurde, war es ein Dorf. Rund 6.000 Menschen lebten seinerzeit in dem Örtchen. Heute sind es bereits rund 27.000 Einwohner, doch den ländlichen Charakter hat sich der Stadtteil bewahrt. Mahlsdorf ist das größte zusammenhängende Einfamilienhausviertel Deutschlands. Und auch Miet- und Eigentumswohnungen befinden sich in eher kleinen Häusern und Villen mit wenigen Einheiten. Wer also das Dorf in der Stadt sucht, ist hier genau richtig.

Der Grüne Damensalon im Gründerzeitmuseum

Kräuter, Blumen und Vögel – Natur pur

Vom Berliner Balkon aus – einem Hang an der Grenze zu Kaulsdorf – blickt man über den Elsensee und die Kaulsdorfer Seen. Bei guter Sicht reicht der Blick gar bis zum Müggelsee in Köpenick. Der Berliner Balkon ist unbebaut und Teil des Rad- und Wanderweges „Am Barnimhang“. Natur zum Erleben und Fühlen bietet auch der „Garten der Sinne“ unweit des S-Bahnhofs Mahlsdorf. Kräuter und Blumen können hier betrachtet, beschnuppert und angefasst werden. Selbstgefertigte Holzspiele und eigens angebautes Obst und Gemüse regen die Sinne auf die unterschiedlichste Art und Weise an. Vögel und Insekten untermalen die Atmosphäre mit ihren Klängen. Sind die Früchte reif, darf auch gerne vom Strauch genascht werden – so kommt auch der Geschmackssinn nicht zu kurz. Auf dem Fühllehrpfad können verschiedene Naturmaterialien ertastet werden. Auch so soll das Verständnis für Umwelt und Natur von Kindern und Erwachsenen gefördert werden. Zusätzlich widmet sich der Garten in jedem Jahr einem anderen Thema: Momentan etwa können sich Besucher in Vorträgen und Führungen mit der Fledermaus vertraut machen.

Zwischen Historie und Moderne

Moderne Einfamilienhäuser gibt es südlich der Mahlsdorf durchteilenden Bundesstraße B 1, der historische Ortskern liegt nördlich davon. Dort steht auch das älteste Gebäude des Stadtteils – die Dorfkirche. Errichtet wurde der frühgotische Bau im 13. Jahrhundert aus Feldsteinen. Eine der Glocken stammt noch aus dem Jahr 1488. Im Spätmittelalter wurde auf den in Schiffbreite angelegten Westturm ein weiterer schmaler Rechteckturm aufgesetzt. Und auch um 1900 wurde die Kirche noch einmal umgestaltet. Das neue Satteldach verläuft entgegen der seinerzeit üblichen Gepflogenheiten von West nach Ost.

Im Gutshaus Mahlsdorf am Hultschiner Damm befindet sich das Gründerzeitmuseum, Europas größte zusammenhängende Sammlung von Relikten aus dieser Epoche. Zusammengetragen wurden die Gegenstände von Charlotte von Mahlsdorf, die mit bürgerlichem Namen Lothar Berfelde hieß. Der wohl bekannteste Transvestit der DDR, der sich nach eigenen Angaben bereits als Kind für Mädchenkleider und „alten Kram“ interessierte, eröffnete im Jahr 1960 das Gründerzeitmuseum im Mahlsdorfer Gutshaus und sammelte bis an ihr Lebensende 2002 weiter. Heute ist das Museum als Drehort für Film- und TV-Produktionen sowie Theateraufführungen beliebt, auch weil hier als museale Kostbarkeit die vollständig erhaltene Einrichtung der „Mulackritze“, der letzten Zille-Kneipe Berlins aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, ausgestellt ist.

Der rund um das Gutshaus gelegene Park ist eine der wenigen erhaltenen historischen Parkanlagen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Gestaltet wurde der etwa 17.500 Quadratmeter große Garten von einem seiner früheren Besitzer: Hermann Schrobsdorff schuf hier bis zu seinem Tod im Jahre 1892 einen Landschaftspark mit weitverzweigtem Wegesystem – perfekt für ein Sonnenbad nach dem Museumsbesuch oder als Kulisse für die Hochzeitsfotos. Denn im Gutshaus Mahlsdorf können sich noch heute Paare in historischem Ambiente trauen lassen.

Fotos: Detlef Pusch, Foto Lion GmbH (2)

Mehr als 1000 Sandmännchenfilme wurden in Mahlsdorf von 1959 bis zur Wende produziert


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