Schöneberg

Schön, schöner – KaDeWe!

Delikatessen auf dem Winterfeldtmarkt, Champagner im Kaufhaus und Kennedy im Rathaus – hier gibt es eine Vorliebe für das Besondere

Berühmt in aller Welt: Das Rathaus Schöneberg im Herzen des Stadtteils

Der Name ist Programm: Schöneberg gehört zu den Ästheten unter Berlins Stadtteilen. Das zeigt sich schon am berühmten Kaufhaus des Westens, kurz „KaDeWe“. Von Hermès über Tiffany’s bis Dom Pérignon findet sich in den schicken Auslagen des Luxuswarenhauses alles, was das Leben schöner macht – sehr viel schöner. Wir wollen das genauer wissen, doch ausgerechnet an diesem Samstag ist einfach kein Durchkommen zum berühmtesten Berliner Kaufhaus. Laute Musik, Tausende Menschen und überall Konfetti. Frauen und Männer mit pinkfarbenen falschen Wimpern, leuchtenden Perücken und bunten Kostümen haben die Straße erobert. 

Das 78 Meter hohe Gasometer gilt als Wahrzeichen Schönebergs
Restaurants und Cafés gibt es hier an jeder Ecke

„Football’s coming out!“ tönt es aus einem Lautsprecher. Wie jetzt, müsste das nicht „coming home“ heißen? Ja, vielleicht, aber nicht heute. Heute zieht der Christopher Street Day über den Ku’damm von Charlottenburg nach Schöneberg und setzt ein Zeichen für die Rechte von Schwulen und Lesben. Wie immer politisch, wie immer schrill. Die Berliner verwundert das nicht, und schon gar nicht in Schöneberg, denn der Bezirk ist bekannt für seine schwul-lesbische Szene. Wer jetzt allerdings glaubt, seine Straßen seien von einschlägigen Etablissements gepflastert, liegt falsch. Denn Schöneberg, die Grande Dame von Berlin, bewahrt stets ihre feine Haltung.

Schöneberger Savoir-vivre

Wer schuld daran ist? Ganz klar: Charlottenburg, die großen Schwester im Westen. Doch auch Kreuzberger Lässigkeit ist in Schöneberg spürbar. Immer wechselnde politische Graffitis auf den S-Bahnbrücken an der Yorckstraße markieren die Grenze zu dem aufmüpfigen Nachbarbezirk. Im Westen Charlottenburg, im Osten Kreuzberg – Schöneberg liegt sprichwörtlich irgendwo dazwischen: ein bisschen edel, ein bisschen öko. Die Mischung aus gehoben und geerdet spiegeln auch die zahlreichen Stilaltbauten wider. Und Stil, das haben wir unlängst begriffen, spielt hier überall eine wichtige Rolle. Fischgrätparkett, zwei Meter hohe Reliefkachelöfen, Jugendstilfenster, darunter machen es die Schöneberger nicht.

Ein alternativeres Bild von den schönen Dingen finden wir schließlich am Winterfeldtplatz. Auf dem dortigen Wochenmarkt entdecken wir Stände mit Delikatessen, Biogemüse, traditionellem Bäckerbrot, aber auch mit Modeschmuck, Knöpfen und buntgefilzten Schals. Auf der nahe gelegenen Goltzstraße reihen sich Second-Hand-Läden, Bastelgeschäfte und indische Restaurants an gehobene Boutiquen, Weinhandlungen und Antiquitätengeschäfte. Eine Frau mit schwarzem Haar, rotem Lippenstift und großem Hut tritt aus einer der vielen Goldschmieden. Schönheit verpflichtet. Vor allem hier. Und zu allem Überfluss schmeckt der Kaffee im Double Eye in der Akazienstraße 22 noch ein kleines bisschen besser als anderswo.

Schick mit Charme

Wo Ästhetik regiert, ist Berühmtheit oft nicht weit. Und tatsächlich: Auch damit kann Schöneberg punkten. Sein Rathaus ging in die Geschichte ein als der Ort, an dem J. F. Kennedy 1963 bekannte „Ich bin ein Berliner“. Heute ist vor dem Rathaus von Weltpolitik nichts zu spüren. Es herrscht die gleiche Geschäftigkeit wie am KaDeWe und auf dem Winterfeldtplatz. Auf einem Flohmarkt sind ansässige Ästheten auch hier auf der Jagd nach Dingen, die das Leben verschönern. Zugezogene ebenso wie Berliner: „Siebzjer Jahre sind ooch schön. Aber hamse nich ne Tiffany-Lampe?“ Der Verkäufer schüttelt den Kopf. Nee, is nicht. Dann nicht. Auch wir wandern weiter und biegen in die Martin-Luther-Straße ein. Die ist fast ein wenig zu laut und zu grau für Schöneberg. Aber das macht gar nichts, denn spätestens am nahe gelegenen Viktoria-Luise-Platz mit seinem Springbrunnen und der neobarocken Parkanlage ist die Welt wieder in Ordnung. Wir beenden unseren Spaziergang auf einer Bank und schauen den Spatzen beim Streiten zu. Eine ältere Dame setzt sich neben uns auf die Bank und sagt: „Schön hier, oder?“ Wir lächeln. Dem haben wir nichts hinzuzufügen.

 

 

400.000 Besucher kommen jedes Jahr in das modernisierte Stadtbad Schöneberg


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