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Immobilien Zeitung vom 18.01.07

Ehemaliges Energiegebäude Verkaufsrenner

Nur gerade vier Monate hat die Ziegert Bau- und Immobilien-consulting, Berlin, gebraucht, um fast die Hälfte von 52 Wohnungen des Projekts Voltage Berlin zu vermarkten.
Das Projekt befindet sich im Bayerischen Viertel im Stadtteil Wilmersdor zwischen Aschaffenburger und Motzstraße. Es nimmt ein 3.350 m2 großes Grundstück ein, auf dem mehrere in den 192Oer Jahren errichtete Verwaltungs- und Werkstattgebäude des Energieversorgers Bewag (heute Vattenfall Europe Berlin) stehen. Erwerben wurde die Liegenschaft von der Voltage Projektentwicklungsgesellschaft. Berlin, in deren Auftrag die Ziegert Bau- und Immobilienconsulting den Exklusivvertrieb wahrnimmt.

Insgesamt entsteht rund 7.500 m” Wohnfläche, verteilt auf gut 50 Wohneinheiten mit einer Größe zwischen 69 qm und etwa 300 qm. Zwei Gebäude - von den Entwickler Haus Chicago und Haus Tokio getauft - sind echte Loftgebäude mit weiträumigen Einheiten, stählernen Kappendecken und industrieller Anmutung. Die beiden zur Motzstraße hin gelegenen Gebäude, Haus Wien und Haus Luxor, wurden dagegen ursprünglich bereits als Wohnhäuser geplant, dann aber von der Bewag für Verwaltungszwecke genutzt. Hinzu kommt als einziger Neubau Haus Sydney an der Aschaffen-burger Straße. 44 Stellplätze entstehen auf dem Areal. Die Preise beginnen bei 2.000 Euro/qm im Erdgeschoss und gehen bis zu 3.250 Euro/qm im Dachgeschoss.

Das Gemeinschaftseigentum, heißt es irn Exposé, wird Ende November dieses Jahres fertig;die Wohnungen können sogar schon ab Juli bezogen werden.
Vertriebsstart war erst im September 2006 - doch schon Anfang Januar waren zwölf Einheiten verkauft. Rechnet man die verbindlíchen Reservierungen hinzu, sind sogar bereits fast die Hälfte der Wohnungen (gemessen am Verkaufsvolumen) vergeben.
„Keiner hat erwartet, dass es so schnell geht", heißt es bei Ziegen. Tatsächlich hört man in Berlin stets, dass Wohnungen vom Papier weg praktisch nicht verkäuflich seien.

Alle bisherigen Erwerber sind Eigennutzer, was damit zusammenhängen dürfte, dass das Objekt weder unter Denkmalschutz steht noch in einem Sanierungsgebiet liegt und somit steuerlich für Kapitalanleger nicht sonderlich attraktiv ist. Ein Käufer war sich selbst gegenüber besonders großzügig: Er sicherte sich zwei übereinander liegende Einheiten - Wohnfläche: 450 qm.

(ch)