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21.05.10 - Günstig für Kapitalanleger -

16.05.09 - Langfristige Anlage -

10.12.09 - Mehr als nur einen Koffer in Mitte -

27.12.09 - Luxuriöse Lofts statt Kofferproduktion -
29.10.10 - Ziegert Immobilien will einen Marktanteil von 10 %
Immobilien Zeitung vom 10.12.09
Mehr als nur einen Koffer in Mitte
Loftwohnungen in Berlin
Schon Anfang der 1990er Iahre erwarb die Streletzki-Gruppe von der Treuhand die Gewerbehöfe in der Köpenicker Straße 126 in Berlin-Mitte, unmittelbar an der Grenze zu Kreuzberg. Bis vor kurzem war der Gebäudekomplex mit einer Gesamtnutzfläche von 12.500 m² noch gewerblich genutzt. Jetzt entstehen im rückwärtigen Teil der ehemaligen Kofferfabrik schicke Loftwohnungen.
Den Namen Streletzki kennt man vor allem im Zusammenhang mit dem Estrel-Hotel, dem umsatzstärksten und mit 2.000 Zimmern auch größten Hotel Deutschlands, das Ekkehard Streletzki vor 13 Jahren ans Ende der Neuköllner Sonnenallee bauen ließ.
Dass Streletzki senior zusammen mit Sohn Julian auch an anderer Stelle Immobilien besitzt und entwickelt, ist weniger bekannt. Vornehmlich sind das gewerblich genutzte Objekte, doch seit einiger Zeit beschäftigt sich das Unternehmen auch mit der Entwicklung von Eigentumswohnungen.
Die Kofferfabrik ist eines der ersten Projekte, das nun realisiert wird. lm ersten Abschnitt entstehen zehn zwischen 130 und 205 m² große Loftwohnungen und zwei Penthäuser im Quergebäude des zweiten Hinterhofs. Ab Anfang nächsten Jahres soll die Vermarktung von 27 weiteren Wohnungen im Seitenflügel starten. Das Gesamtverkaufs-volumen liegt bei gut 15 Mio. Euro.
Als Vertriebspartner holten die Streletzkis das auf den Verkauf von Eigentumswohnungen spezialisierte Berliner Maklerunternehmen Ziegert Immobilien mit ins Boot.
Firmenchef Nikolas Ziegert und sein Team waren schon bei der Entwicklung des Projekts dabei. Der Vorteil aus Sicht von Carsten Leckebusch, zuständig für die Projektentwicklung bei der Streletzki-Gruppe: „Die Makler wissen, worauf Kunden wert legen, und konnten viele Anregungen für die Grundrissgestaltung oder die Ausstattung der Lofts geben." Nikolaus Ziegert wiederum gefiel die Zusammen-arbeit mit einem Bauherren, der jedes noch so kleine Detail durchdenkt und optimiert.
„Hotels und Wohngebäude sind Wohlfühlimmobilien, und es gibt viele Gemeinsamkeiten bei der Planung", sagt Ziegert. Jedes Detail muss stimmen. Großen Wert legten die Projektpartner auch auf die Hochwertigkeit von Materialien. Sie sollen langlebig sein, sich im alltäglichen Gebrauch bewähren und auch optisch was hermachen. Die Musterwohnung im ersten Stock des Quergebäudes hält jedenfalls, was der Bauherr verspricht, und besticht durch einige ungewöhnliche Ausstattungsmerkmale: Die Zimmertüren sind die gleichen wie die Blockzargentüren, die im Deutschen Bundestag verwendet wurden, und sind von der Schattenfuge zwischen Wand und Rahmen bis zur Türklinke perfekt gestaltet.
Weitere extravagante Details sind der frei stehende Küchenblock mit einer Arbeitsplatte aus getrommeltem und geflammtem Granit, der nicht auf Hochglanz poliert daherkommt. Im Badezimmer verkleiden aufwendig zu verlegende 90 x 90 cm große Kacheln in edlem schiefergrau Wände und Fußboden, und Ablageflächen sind gleich über den Waschbecken und an Dusche und Badewanne integriert, damit die künftigen Bewohner dort nicht im Nachhinein die Kacheln anbohren müssen, um ihre Badutensilien unterbringen zu können. In den bis zu 4,10 m hohen Wohnräumen sind die Kappendecken und Stahlträger freigelegt und verleihen den Einheiten echten Loftcharakter.
„Ein Kunde hat die Musterwohnung genau so, wie sie ist, gekauft", erzählt Ziegert.
Auch die anderen zwischen 2.300 und 2.900/m² Euro teuren Einheiten sind wenige Monate nach dem Vertriebsstart zu 80% vergeben. Mit einem so schnellen Erfolg hatte der Bauherr nicht gerechnet: „Das Projekt hat sich quasi selbst überholt", sagt Leckebusch. Das verblüfft ihn umso mehr, weil die Lage am Rande von Mitte bis dato noch immer unterentwickelt ist, oder wie es Nikolaus Ziegert formuliert: „Das Umfeld ist nicht homogen und stellt sich in Brüchen dar.“
Doch in der letzten Zeit tut sich einiges. Vor allem rund um das nahe Engelbecken hat sich das ehemals an der Mauer gelegene Gebiet gut entwickelt, und es werden verstärkt neue Wohnungen gebaut.
Auch auf den Grundstücken auf der anderen Seite der Köpenicker Straße, die bis zum Südufer der Spree reichen, geht es voran. Stand das Deutsche Architekturzentrum, das Mitte der 1990er Jahre in alte Industriegebäude einzog, lange Zeit allein auf weiter Flur, sind in den letzten Jahren immer mehr Firmen und Kreative nachgezogen - auch weil die Preise hier nicht so inflationär sind wie in Mitte und Prenzlauer Berg.
Aber auch als Wohnlage hat die Gegend Potenzial: „Unsere Käufer haben einen ganz anderen Blick als die meisten Berliner, für die das Gebiet alles andere als eine Kiezlage ist. Die nehmen einen Zirkel und ziehen auf dem Stadtplan einen Kreis rund um den Alexanderplatz.
Alles, was im Umkreis von zwei Kilometern liegt, hat das Potenzial zur Wertsteigerung", sagt Leckebusch. Hinzu kommt, dass es echte Lofts in guten Lagen in Mitte oder Prenzlauer Berg kaum noch zu kaufen gibt. Und wenn, dann sind die Preise um ein Vielfaches höher als in der Kofferfabrik. Dort haben die Käufer zwar nicht den Kiez vor der Tür und es lockt auch kein Bonus durch die Denkmal-Afa, doch dafür dürfen ungewöhnlich großzügige Balkone auf der Südseite der Lofts angebracht werden, und eine Wärmedämmung der Fassade nach KfW-70-Standard ist problemlos möglich.
Und noch einen für die Innenstadt und für Gewerbehöfe ungewöhnlichen Vorteil haben die Lofts in der Kofferfabrik: Die beiden künftigen Wohnflügel sind von Tennisanlagen eines Vereins umgeben und die nächsten höheren Wohngebäude sind weiter entfernt. So kommen nicht nur die Bewohner der oberen Etagen in den Genuss von Licht und Weitblick. Auch im Parterre ist es hell und luftig, und man muss nicht erst vor die Tür gehen, um Sonne sehen zu können.
(mv)